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Lot: 61

Arthur Degner
(1888 - 1972)
Selbstbildnis
Original Linolschnitt
Maße: 29,7 x 21,0 cm
Datierung: 1980

Dieser Original Linolschnitt von 1950 wurde 1980 nochmals in braun-roter Färbung abgezogen.
Literatur
Habib (2019), Seite 31 mit Abb.
Gutachten
auf Wunsch

Schätzwert: 120,00 Euro

 
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Biografische Daten des Künstlers

Arthur Degner
1888 - 1972

Arthur Degner wurde am 2. März 1888 in Gumbinnen, Ostpreußen (heute: Gussew/Russland) geboren und verlebte einen Großteil seiner Kindheit und Jugend im nicht weit entfernten Tilsit (heute: Sowetsk/Russland). Er war Maler, Zeichner, Lithograph und Radierkünstler. Nach eigenen Angaben beschränkten sich seine kunsthistorischen Kenntnisse zunächst auf den üblichen Kanon, der an den Schulen gelehrt wurde. Erst spät lernte er durch eine Wanderausstellung Originale von Franz von Lenbach und Reproduktionen Alter Meister kennen. Degner studierte zwischen 1906 und 1908 an der Kunstakademie Königsberg bei Ludwig Dettmann und Otto Heichert. 1909 kam er nach einem Aufenthalt in München nach Berlin, wo er eng mit dem Gurlitt Verlag zusammenarbeitete und mehrere Grafiken verlegte. 1910 Studienaufenthalt in Paris, danach kehrte er nach Berlin zurück. 1911 Beginn der Ausstellungsteilnahme bei der Berliner Secession. Es folgte 1912 die erste Einzelausstellung bei Paul Cassirer. 1913 wurde er Mitglied der Freien Secession und 1914 Mitglied im Deutschen Künstlerbund. Im Ersten Weltkrieg leistete er von 1914 bis 1918 Sanitätsdienst. 1919 wählte man ihn zum Vorstand der Freien Secession. 1920 wurde er an die Akademie Königsberg berufen. Er beteiligte sich u.a. an der Stiftung deutscher Künstler zum 60. Geburtstag von Arno Holz mit der Radierung Badende. Für dieses Mappenwerk lieferten auch Feininger, Geiger, Grossmann, Corinth, Heckel, Jaeckel, Kirchner, Kollwitz, Liebermann, Meid, Müller, Orlik, Pechstein, Schmidt-Rottluff, Slevogt, v. Stuck, Thoma, Uri, Kokoschka und Kubin graphische Beiträge. 1926 spendete er seine 1925 entstandene Radierung Mädchenakt dem Deutschen Buchmuseum. 1925 kehrte er nach Berlin zurück, wo er an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) lehrte. 1929 erhielt er den Albrecht-Dürer-Preis. Von 1931 bis 1933 war er Vorsitzender der Berliner Secession. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er mit Ausstellungsverbot belegt. Dennoch ermöglichte der Villa-Romana-Preis des Deutschen Künstlerbundes ihm 1936 einen Studienaufenthalt in Florenz. 1937 wurde er Mitglied der Vereinigung Berliner Künstler. 1939 schloss man ihn aus der Reichskulturkammer aus und beschlagnahmte sechs seiner Werke als entartet . Als sein Atelier mit 300 Gemälden durch Bomben zerstört wurde, siedelte er 1943 nach Schlesien über. 1944 erfolgte ein kurzer Einsatz zu Schanzarbeiten. 1945 kehrte er nach Berlin zurück, wo er durch Empfehlung von Karl Hofer zum Professor an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin berufen wurde und bis 1956 lehrte. 1969 wurde er durch die Verleihung des Kulturpreises Ostpreußens geehrt. Degner starb am 7. März 1972 in Berlin.