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Lot: 114

Max Kaus
(1891 - 1977)
Apollon
Original-Holzschnitt
Maße: 29,7 x 21,0 cm

Literatur
IKD (2006), Seite 89, Nr. 45 mit Abb.
Krause (2016), Werkkatalog
Habib (2019), Seite 115 mit Abb.
Gutachten
Gutachten Habib auf Wunsch

Schätzwert: 130,00 Euro

 
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Biografische Daten des Künstlers

Max Kaus
1891 - 1977

Max Kaus wurde am 11. März 1891 in Berlin geboren. Von 1905 bis 1908 machte er eine Lehre. Danach studierte er bis 1913 an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. Am Kaiser-Friedrich-Museum in Berlin wurde er mit der Kunst, vor allem mit der Malerei der italienischen Renaissance vertraut. Kaus wünschte sich freier Maler zu sein und bezog 1913 sein eigenes Atelier. Ein Jahr später besuchte er durch ein Reisestipendium die Kunstmetropole Paris, kehrte aber bei Ausbruch des ersten Weltkriegs zurück nach Berlin. Als freiwilliger Sanitäter lernte Kaus 1916 einige Künstler kennen. Unter anderem Erich Heckel, Otto Herbig und Anton Kerschbaumer. Heckel wurde zu seinem Vorbild. Es entstanden Lithographien und Holzschnitte. Seine Existenz nach dem Krieg. Sicherten ihm Aufträge für dekorative Malereien. In der Galerie Ferdinand Möller fand eine erste Einzelausstellung statt. 1919 entstanden die bekannten graphischen Blätter zu: Die Sage von Sankt Julian dem Gastfreien. In der freien Sezession lernte Kaus 1920 Otto Mueller und Karl Schmidt-Rottluff kennen. Er stellte dort nun auch regelmäßig aus. Kurze Zeit später wurde Kaus Mitglied der Berliner Secession und der Münchener Expressionistischen Werkstätten. Seine expressionistische Phase schwächte sich nach 1926 ab, als er ein Lehramt für Landschaftsmalerei, Akt- und Tierzeichnen an der Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin übernommen hatte. In Würdigung seiner Arbeit verlieh ihm 1927 die Stadt Nürnberg den Albrecht Dürer Preis. Bereits zwei Jahre danach folgte eine weitere Ehrung, als er den Villa Romana-Preis erhielt. Kaus reiste viel und besuchte Oberitalien und Österreich, was ihn zu Landschaftsdarstellungen inspirierte. Ab 1935 war er als Lehrer für figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen Berlin tätig und kam zunehmend mit der Nationalsozialistischen Kulturpolitik in Konflikt, was dazu führte, das seine Arbeiten 1937 aus den Museen entfernt wurden und er seine Stellung aufgeben musste. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs erhielt er ein Lehramt an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin und ab 1949 eine Professur. Max Kaus rechnet man der zweiten Expressionisten-Generation zu. Er starb am 5. August 1977 in Berlin.