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Lot: 141

Otto Nebel
(1892 - 1973)
Komposition ohne Titel
Original Linolschnitt
Maße: 29,7 x 21,0 cm
Datierung: 1967

Dieser Original Linolschnitt von 1967 wurde 1980 nochmals in blauer Färbung vom Original Druckstock abgezogen.
Literatur
Habib (2019), Seite 161 mit Abb.
Gutachten
Gutachten Habib auf Wunsch

Schätzwert: 90,00 Euro

 
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Biografische Daten des Künstlers

Otto Nebel
1892 - 1973

Otto Nebel wurde am 25. Dezember 1892 in Berlin geboren. Zunächst ließ er sich zum Hochbaufachmann ausbilden gleichzeitig erhielt er eine Schulung im Zeichnen. Zwischen 1909 und 1913 war er beim Erweiterungsbau der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg als Bauzeichner und Bauführer tätig. 1913 und 1914 absolvierte er eine Ausbildung zum Schauspieler. Von 1914-1918 leistete er Kriegsdienst an der West- und Ostfront. 1917 hatte er erste Verbindung mit Herwarth Walden und Künstlern der Sturm-Galerie, was durch Rudolf Blümner vermittelt wurde. Um 1918 datiert man die Anfänge seiner ungegenständlichen Malerei. 1918 bis 1919 verbrachte er 14 Monate als Kriegsgefangener in England. Dort entstanden Dichtungen, Bildnis-zeichnungen und Entwürfe zu Malereien. Zwischen 1919 und 1924 war er in Berlin als Maler, Schriftsteller und Kunstlehrer tätig. Herwarth Walden druckte seinen ZUG INS FELD in der Kunstzeitschrift DER STURM. Er schloss Freundschaften mit vielen Künstlern. 1924 heiratete er Hildegard Heitmeyer. 1925 war er in Weimar, wo er Kandinsky und Klee traf. Es entstanden erste Linolschnitte, sowie Malerei in Federstrichen und vielen Farbschichten. Zwischen 1927 und 1928 längere Arbeitsaufenthalte in Ascona, dazwischen in Berlin. Reisen nach Frankreich, Spanien und Italien. Der Beginn seiner Reihe der DOM-Bilder erfolgte 1930. Bereits 1933 wanderte er in die Schweiz aus. Es folgten schwere Jahre wegen Arbeits- und Erwerbs-Verbot in der Schweiz. Kurt Liebmann veröffentlichte 1935 im Orell Füßli Verlag (Zürich und Leipzig) die bebilderte Schrift: Der Malerdichter Otto Nebel, in der bereits 1700 zeichnerische und malerische Werke genannt wurden, außer seinen Dichtungen und Schriften. Kandinsky stellte 1936 durch Hilla von Rebay für Nebel die Verbindung mit der Guggenheim Foundation in New York her. Sie förderte daraufhin großzügig im Namen des Sammlers Solomon R. Guggenheim durch Aufträge und Bilderankäufe Nebels Schaffen bis 1951. In Berlin gingen 1943 durch Kriegseinwirkung mehr als 100 Werke zugrunde. Auch nach Endes des 2. Weltkriegs blieb Otto Nebel in der Schweiz. 1949 wurde er Ehrenmitglied der Accademia Culturale Adriatica (Mailand und Rom). Zwischen 1951 und 1955 trat er als Schauspieler in den Berner Kammerspielen auf. 1952 erhielt er das Schweizer Bürgerrecht von Bern. Eine Seereise in den Nahen Osten, durch das Mittelmeer bis ins Schwarze Meer unternahm er 1962. 1965 wurde ihm in Bern das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Am 12. September 1973 starb Otto Nebel in Bern.