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Lot: 109

Franz Maria Jansen
(1885 - 1958)
Bildnis des Dichters Carl Maria Weber
Original Farblinolschnitt
Maße: 29,7 x 21,0 cm
Datierung: um 1915

Dieser Original Farblinolschnitt von 1915 wurde 1980 nochmals in blauer Färbung abgezogen.
Literatur
Habib (2019), Seite 99 mit Abb.
Gutachten
Gutachten Habib auf Wunsch

Schätzwert: 120,00 Euro

 
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Biografische Daten des Künstlers

Franz Maria Jansen
1885 - 1958

Franz Maria Jansen, getauft als Franz Lambert Jansen, wurde am 4. Februar 1885 in Winterscheid/Köln geboren. Seinen Künstlernamen Franz M. legte er sich später zu. Von 1905 bis 1906 studierte er Architektur an der TH Karlsruhe. Danach an der Akademie der Künste in Wien. Meisterschüler bei Otto Wagner. Er unternahm Studienreisen nach Ungarn, Italien und Dalmatien, was für seine künstlerische Entwicklung von Bedeutung war. Ab 1909 entstanden in der Umgebung von Köln zahlreiche Zeichnungen. Ein Jahr später nahm er an der Ausstellung: Landschaftsmalerei und Figuration unter dem Einfluss von van Gogh teil. Jansen war Mitbegründer der Kölner Secession und des Gereonsklubs. 1911/1912 zeigte er Werke in der Sonderbund-Ausstellung und der Berliner Sezession. Der Künstler beschäftigte sich ab 1912 intensiv mit der Technik des Holz-, Linolschnittes und der Radierung. Expressionistische Formulierungen entstanden. Jansen lebte 1913 für kurze Zeit in einem Brückenhaus der Rheinbrücke in Duisburg, wo die Radierfolgen Der eiserne Rhein und Die Industrie entstanden. Ausstellung Rheinische Expressionisten in Bonn bei Friedrich Cohen (1913). Er wurde mit der silbernen Medaille der Stadt Köln ausgezeichnet. 1917 heiratete Jansen die Malerin Fifi Kreutzer. 1918 zog er nach Büchel. In der Zeitschrift für bildende Kunst, erschien ein Aufsatz von Eckart Sydow über Jansens graphische Kunst. Jansen publizierte zwischen 1918 und 1925 in Die Aktion originalgraphische Beiträge mit gesellschaftskritischem Inhalt. 1920 entstand die Holzschnitt-Mappe Großstadt und der Radierzyklus Industrie. Jansen war in Kontakt zur Novembergruppe. 1923 erschien die Mappe Zeitgenossen. Zu dieser Zeit reiste er nach Österreich und Italien. Die Radierfolge Österreichische Landschaften wurde bei Karl Nierendorf 1924 verlegt. 1925 radierte er 30 Blätter. (Der Rhein) Im Göttinger Kunstverein war Jansen an der Ausstellung Neue Sachlichkeit beteiligt. 1928 erhielt er den Preis der Rheinprovinz. Es folgten die Ausstellung Neue Sachlichkeit- Neue Romantik im Duisburger Kunstverein. 1930 wurde Jansen mit der großen Plakette des Reichspräsidenten ausgezeichnet. Zwischen 1930 und 1933 entstanden Menschen von gestern, Wandmalereien für die Universität Köln. 1937 wurden in deutschen Museen 157 Werke von Jansen beschlagnahmt. Sein Atelier wurde während des Krieges zerbombt und zahlreiche Werke vernichtet. Im Jahr 1946 war Jansen Mitbegründer des Rheinisch Bergischen Künstlerkreises. Franz M. Jansen starb am 21. Mai 1958.