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Frans Wouters
1612 -1659

Frans Wouters wurde 1612 in Lier als Sohn des Hendrik Wouters, eines wohlhabenden Möbelmachers und seiner Frau Barbara Brabants geboren. Am 2. Oktober 1612 ist seine Taufe dokumentiert. Mit 17 Jahren, am 4. Oktober 1629 wird Frans Wouters als Schüler des Malers Pieter van Avont in den Gildebüchern der Antwerpener St. Lukas-Gilde eingetragen. Frans Wouters, der bei seinem Meister viel gelernt hatte, Talent und Geschicklichkeit besaß, beschloss die Lehre zu beenden, nachdem sein Vater 1634 starb. Frans Wouters hatte bei Peter Paul Rubens, dem bedeutendsten Meister dieser Zeit, eine Stelle in dessen Atelierbetrieb gefunden. Noch im gleichen Jahr (1634) wurde der Künstler als Freimeister der St. Lukas-Gilde in Antwerpen aufgenommen. 1635 hatte Rubens den Auftrag erhalten zahlreiche Ausschmückungen in der Stadt Antwerpen zum feierlichen Einzug des Kardinal-Infanten Ferdinand von Österreich zu entwerfen und mit seinen Mitarbeitern auszuführen. Wouters lieferte hierzu den in alten Inventaren genannten Entwurf zur Ausschmückung der Keyserspoorte. 1636 verließ Wouters das Atelier von Rubens und ging als Hofmaler zu Kaiser Ferdinand II nach Wien. Als Ferdinand II. am 15. Februar 1637 verstarb, begleitete er den Kaiserlichen Gesandten nach London. Dort traf er Anthonis van Dyck, der Hofmaler von König Karl I. war. Man ernannte Wouters zum Hofmaler und Kammerherr des Prinzen von Wales, dem späteren König Karl II. Um 1641 kehrte Frans Wouters wieder nach Antwerpen zurück und betätigte sich als Maler und Bilderhändler. 1644 arbeitete Wouters mit dem Maler David Teniers d. J. zusammen. 1648 war er Dekan der St. Lukasgilde. Auch bei der Rederijkkamer De Violieren war er Mitglied. Durch einen Unfall mit einer Pistole stirbt Frans Wouters 1659. Die Arbeiten von Frans Wouters sind von der flämischen Kunst des Peter Paul Rubens und von Van Dyck geprägt. Wurzbach schreibt, dass der Künstler ein bedeutendes Talent war und seine Landschaften in der Art des Rubens sehr geschätzt sind und häufig als Arbeiten des Peter Paul Rubens gehandelt werden. Auch die mythologischen Szenen aus der Antike waren stets hoch begehrt. Zeitgenossen verglichen ihn qualitativ mit Van Dyck. Gemälde Wouters befinden sich in bedeutenden Museen und Sammlungen.

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Lot: 12 45.000,00 Euro
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Frans Wouters
Bewachsene Landschaft mit Hirte und Schafen an einer Tränke
Öl auf Holz
parkettiert Rückseitig alter Aufkleber ″P. P. Rubens″ aus einem der New Yorker Kataloge. Das heute durch den Kunsthistoriker Drs. Bernhard J. A. Renckens aus Den Haag, dem Künster Frans Wouters (1612-1659), einem Mitarbeiter in der Werkstatt von Peter Paul Rubens zugeschriebene Gemälde, galt wegen der Vergleichbarkeit im Bildaufbau und der malerischen Ausführung zu mehreren Landschaftsgemälden von Rubens traditionell seit dem 19. Jahrhundert als authentisches Werk des großen Meisters und wurde in allen Museumskatalogen ab 1853 (siehe Literatur) als Rubens aufgeführt. Die Möglichkeit einer gemeinsamen Arbeit von Rubens und Wouters sollte zum jetzigen Zeitpunkt der Forschungslage nicht ausgeschlossen werden, zumal Wouters 1634-1636 Mitarbeiter von Rubens war. Beide Künstler haben häufig mit anderen Meistern eine Arbeitsteilung vorgenommen. Eine kunsthistorische Dokumentation zu dem Gemälde ist in Vorbereitung.



 
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